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| Tremonia Moped, mit Sachs motor. Bj.55 Tremonia Moped, mit Jlo motor. Bj.55 | ||||||||||||||
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Die drei Tremonia-Mopeds der Tremonia-Fahrradfabrik Walter Gräwe & Co., Dortmund, unterscheiden sich im wesentlichen nur durch den eingebauten Motor. Wahlweise erhält man sie mit Eingang-Jlo, Zweigang-Jlo oder mit Zweigang-Sachs. In ihren sonstigen Einzelheiten sind sich alle drei Modelle nahezu gleich, selbstverständlich sind sie in verschiedenen Farben und gegen Aufpreis auch mit komfortablerer Austattung lieferbar. Hauptteil des Fahrgestells der drei Tremonia-Mopeds ist der einstiegfreie Einrohrrahmen, auch die stabile Schwinghebelgabel ist bei allen drei Modellen gleich. Mit breiten Schutzblechen, wirkungsvollem Schwingsattel, weitgehender Verkleidung des gesamten Triebwerkes, 23"Laufräder, eingebautem Diebstahlschloß, 5,5-Liter-Tank, Trommelbremsen in Vorder- und Hinterrad, kompletter Beleuchtung und elegantem Gepäckträger ausgerüstet, machen die Tremonia-Mopeds einen gefälligen Eindruck. Die beiden Zweigang-Modelle kosten jeweils 596 DM, die Ausführung mit JLO-Eingangmotor wird für 564 DM angeboten. Gegen Aufpreis sind Tachometer, verchromte Felgen und Weißwandbereifung lieferbar.
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Wenn eine alte Motorradfabrik mit jahrzehntelanger Erfahrung im Bau von Zweiradfahrzeugen ein Moped auf den Markt bringt, so ist es eigentlich eine Selbstverständlichkeit, daß es dem Käufer keine Enttäuschung bringt. Daß aber auch weniger bekannte Firmen bei der Entwicklung eines Mopeds eine glückliche Hand haben können, besonders wenn sie sich von Neuerungen und gewagten Experimenten fernhalten, also nur erprobte Bauteile und Konstruktionselemente verwenden, das zeigt die TremoniaFahrradfabrik W. Gräwe & Co., Dortmund, mit ihren verschiedenen Modellen. Eigentlich handelt es sich nur um ein einziges Modell, denn ein Unterschied zwischen verschiedenen Ausführungen besteht nur im Motor und den dadurch bedingten Abweichungen. Außer mit dem IloZweigangandg dem Sachs-Motor wird das Moped auch mit dem Ilo-Eingangmotor geliefert, es hat mit dem letztgenannten Motor natürlich Zweikettenantrieb und Freilaufnabe im Hinterrad statt der bei den anderen Modellen verwandten Innenbackenbremsnaben. Das Tremonia-Moped besitzt einen typischen Einrohr-Mittelrahmen, an den die Unterrohre der Hinterradgabel über zwei längere, sehr stabile Flacheisen, die auch zur hinteren Motoraufhängung dienen, angreifen und durch Schweißung verbunden sind. Es ergibt sich dadurch eine sehr hohe Steifigkeit des ganzen Rahmens sowohl in der Längs- wie auch in der Querrichtung. Diese Steifigkeit macht sich natürlich auch in den Fahreigenschaften bemerkbar. Dazu trägt auch bei, daß man auf einen übermäßig tiefen Durchstieg verzichtet hat, der Bogen des Mittelrohrers also verhältnismäßig flach verläuft. Das bringt auch noch einen weiteren Vorteil: der Motor konnte bei Verwendung von Zwischenlaschen an der Zylinderkopfaufhängung so tief gesetzt werden, daß der Vergaser mit seinem Ansauggeräuschdämpfer wirklich leicht zugänglich ist und seine Abnahme und Reinigung auch dem Laien keine Schwierigkeiten macht. Es ist ja kein Geheimnis, daß gerade hier vielfach sehr gesündigt wird und durch das Bestreben, alle Teile so eng wie möglich zusammenzubauen und einzuschalen, der Gebrauchswert manches Mopeds erheblich beeinträchtigt wird. |
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Gewaltbremsungen mit der Vorderradbremse geben aber gute Aufschlüsse über die Längssteifigkeit des Mittelrahmens; ein elastischer Mittelrahmen läßt dabei das Hinterrad viel schneller von der Fahrbahn abheben und das ganze Fahrzeug herumschwenken als ein ausreichend steifer. Das Tremonia-Moped ließ selbst eine mittlere Verzögerung von fast 4,3 m/sec2 nur mit der Vorderradbremse allein aus 40 km/h auf trockener Betonstraße nur geradeausrutschen, aber nicht im geringsten aus der Fahrtrichtung kommen. Soweit aus diesen Bremsversuchen Rückschlüsse auf das Fahrgestell gezogen werden können, sind die Ergebnisse beim TremoniaMoped also als sehr zufriedenstellend zu betrachten. Auch Federung und Fahreigenschaften stehen beim Fahrzeug in gewissen Beziehungen zueinander. Für die Federung des Tremonia-Mopeds sorgen neben den 2"-Reifen und dem bekannten, in der Federungshärte verstellbaren Wittkop-Schwingsattel eine TigerSchwinghebelgabel, die ja auch schon bekannt sein dürfte. Ihre verhältnismäßig kurzen Schwinghebel ergeben eine gute Verwindungssteifheit des ganzen Schwingensystems und doch einen ausreichenden Federweg von maximal rund 40 mm. Die Federn, die paarweise in bestimmter Stellung zueinander an den hinteren Armen der Schwinghebel angreifen und damit eine bestimmte Gesamt-Federungscharakteristik ergeben, sind gegenüber der älteren Ausführung etwas länger geworden, also bei gleichen Dehnungswegen spezifisch nicht mehr so hoch beansprucht wie früher und damit bruchsicher geworden. Die erste Ausführung der Gabel mit eingenieteten Bolzen im Schwinghebelgehäuse ist ja auch schon lange verlassen und die nur eingesteckten Bolzen werden auf der Innenseite durch Federscheiben gehalten. Ein Ausbau der Hebel und Federn und ein eventueller Ersatz machen dadurch keine Schwierigkeiten mehr. Eine Neuerung an dieser Gabel ist auch, daß das Bremswiderlager jetzt an einem Hilfsschwinghebel angelenkt ist und das Bremsreaktionsmoment über diesen jetzt unmittelbar auf die Gabelscheide übertragen wird. Die Aufnahme des Bremsdeckels auf der Nabenachse ist natürlich den besonderen Verhältnissen bei dieser Anordnung entsprechend drehbar ausgebildet. Zusammenfassend kann man sagen: das Tremonia-Moped ist weder ein Luxus-Fahrzeug noch zeigt es besondere technische Neuerungen, es besteht aus bewährten Bauteilen und erprobten Konstruktionselementen. Seine Ausstattung ist in jeder Beziehung durchdacht und läßt keinen Wunsch offen, es besitzt ausgezeichnete Fahreigenschaften und durch diese Merkmale zusammen einen selten hohen Ge brauchswert. |
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